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TEPLAST Produktkatalog

34 | 35 Chemische Beständigkeit Hinweise zur Verwendung der Liste „Chemische Beständigkeit“ Seiten von 39 bis 41 Die Angaben zur chemischen Beständigkeit auf den Seiten 39 bis 41 beziehen sich auf Versuche, in denen die Probekörper frei von äußeren Spannungen und Belastungen den jeweiligen Medien aus- gesetzt waren. Hinzu kommen unsere Erfahrungen aus dem praktischen und zum Teil langjährigen Einsatz der Kunststoffe im Kontakt mit den Medien. Die vorliegende Liste stellt aufgrund der Medien- vielfalt nur einen Auszug aus den uns zur Verfügung stehenden Daten dar. Sollte das von Ihnen verwendete Medium nicht darin enthalten sein, geben wir Ihnen auf Nachfrage gerne Auskunft zur Beständigkeit der von uns gelieferten Kunststoffe. Bei der Anwendung der Liste ist zu beachten, dass Faktoren wie z. B. • abweichender Reinheitsgrad des Mediums • abweichende Konzentration des Mediums • andere Temperaturen als die angegebenen • Wechseltemperaturen • mechanische Belastung • Teilegeometrien, insbesondere solche, die zu dünnen Wandstärken oder starken Wandstärkenunterschieden führen • Spannungen, die durch die Verarbeitung erzeugt werden • Mischungen, die aus den verschiedenen Medien zusammengesetzt sind • Kombinationen aus den vorstehend genannten Faktoren die chemische Beständigkeit beeinflussen können. Dennoch können Kunststoffe trotz der Einstufung „bedingt beständig“ metallischen Werkstoffen überlegen und wirtschaftlich sinnvoller sein. Bei oxidierenden Medien wie z. B. Salpetersäure und polaren organischen Lösemitteln besteht trotz der chemischen Beständigkeit gegen das Medium bei vielen thermoplastischen Kunststoffen die Gefahr von Spannungsrissbildung. Für die Herstellung von Teilen, die mit solchen Medien in Kontakt kommen, ist daher ein Herstellverfahren zu wählen, dass möglichst wenige mechanische Spannungen im Werkstück erzeugt. Eine Alternative bildet der Abbau der Spannungen durch Temperung der Halbzeuge bzw. Halbfertigprodukte vor und während der Fertigung des Produkts. Für Gemische aus verschiedenen Medien kann die Beständigkeit in der Regel nicht vorhergesagt werden, auch wenn der Kunststoff gegen die einzelnen Bestandteile des Gemischs beständig ist. Daher empfehlen wir für diesen Fall einen Einlagerungsversuch mit dem entsprechenden Misch- medium unter den zu erwartenden Umgebungsbedingungen. Dabei ist zu beachten, dass bei Teilen, die im Bereich des unmittelbaren Zusammentreffens zweier oder mehrerer Medien eingesetzt werden sollen, zusätzlich eine Temperaturbelastung aufgrund der entstehenden Reaktionswärme auftreten kann. Trotz der Einstufung „beständig“ kann es in verschiedenen Fällen im Kontakt mit dem Medium zu Oberflächenveränderungen wie z. B. Mattierung oder Verfärbung, bei transparenten Kunststoffen zur Trübung kommen. Die Widerstandsfähigkeit bleibt jedoch trotz dieser Oberflächenveränderung erhalten. Die in den Listen enthaltenen Angaben entsprechen dem derzeitigen Stand unserer Kenntnisse und sind als Empfehlung und Richtwert zu verstehen. Wir empfehlen für den konkreten Einsatzfall bzw. im Zweifel die Beständigkeit durch einen Einlagerungsversuch unter den zu erwartenden Einsatzbe- dingungen zu überprüfen.

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