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TEPLAST Produktkatalog

Vorwort Konstruieren mit technischen Kunststoffen Häufig werden Kunststoffe als Ersatz für konventionelle Werkstoffe in bestehende Konstruktionen integriert. In der Regel erfolgt eine Änderung der Zeichnung aber nur hinsichtlich des neuen Werkstoffes und die bestehenden Toleranzen werden übernommen. Auch bei Neuentwicklungen werden häufig die Toleranzfelder analog zum Stahlbau bestimmt. Hinweise zu den kunststoffgerechten Maßtoleranzen finden sie ab Seite 29 Bild: Modernste Technik auch in der Programmierung: Dank der Konstruktionssoftware SolidWorks ® können auch schwierigste Geometrien zuvor im dreidimensionalen Volumenmodell virtuell gefertigt und überprüft werden, bevor die Konstruktionsdaten dann in Maschinenbefehle umgewandelt werden. Die Besonderheiten des Kunst- stoffes schließen jedoch die Wahl der engen Toleranzen aus dem Stahlbau häufig aus. Die Herstellung selbst ist durch moderne CNC Maschinen weniger problematisch. Vielmehr ist hiervon die Einhaltbarkeit der Toleranzen nach der Fertigung betroffen. Dies gilt besonders für Passmaße mit sehr engen Tole- ranzfeldern (<0,1 mm). Diese können sich infolge des viskoelastischen Verhaltens der Kunststoffe schon direkt nach der Bearbeitung verändern. Besonders die Wärmeausdeh- nung, die Feuchtigkeitsauf- nahme sowie die Form- und Maßänderungen durch das Frei- werden von halbzeug- und fertigungsbedingten Restspan- nungen im Material sind als Ursache dafür zu nennen. Erschwerend kommt hinzu, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt kein allgemeingültiges Norm- werk für die kunststoffgerechte Tolerierung von spangebend hergestellten Kunststoffteilen geschaffen wurde. Die fehlende gemeinsame Basis für die werk- stoffgerechte Tolerierung solcher Teile führt hinsichtlich der Ein- stufung als Ausschussteil bzw. mangelhafte Lieferung häufig zu verschiedenen Auffassungen zwischen Kunde und Lieferant. Durch die Auswahl einer werk- stoffgerechten Toleranz lassen sich diese Diskussionen vermeiden und die Funktionstüchtigkeit des Bauteils gewährleisten. Die Hinweise ab Seite 27 basieren auf unseren lang- jährigen Erfahrungen mit den verschiedenen Kunststoffen und sollen den Konstrukteuren bei der Festlegung der Toleranzen helfen. Die von uns empfohlenen To- leranzfelder sind mit den übli- chen Fertigungsverfahren und ohne zusätzlichen Aufwand zu erreichen. Im Allgemeinen wird die Funktionstüchtigkeit der Bauteile durch die erweiterte Toleranz nicht eingeschränkt. Engere als die angegebenen Toleranzen sind bis zu gewissen Grenzen machbar, erfordern aber einen ungleich höheren Aufwand bei der Bearbeitung und eine notwendige Zwischen- behandlung des Werkstoffes (Tempern) während der Ferti- gung. Sollten die vorgeschla- genen Toleranzen nicht ausreichen, stehen wir Ihnen bei der Auswahl eines passenden Werkstoffes sowie einer tech- nisch / wirtschaftlich sinnvollen Fertigung gerne zur Verfügung.

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